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Mobilfunk bei Stromausfall 2026

8 min
checkeverything.ch Team

Ab März 2026 neue FDV-Regeln: Mobilfunk muss bei Stromausfall funktionieren. Was Provider tun müssen und wie Sie sich vorbereiten.

Mobilfunk bei Stromausfall 2026
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Was passiert, wenn der Strom ausfällt - können Sie dann noch telefonieren? Ab März 2026 gelten in der Schweiz neue Regeln: Mobilfunkanbieter müssen sicherstellen, dass ihr Netz auch bei Stromausfällen funktioniert.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche neuen Regelungen gelten, wie die Umsetzung aussieht und wie Sie sich persönlich vorbereiten können.

✅ Neue FDV-Regelung ab 1. März 2026Die revidierte Fernmeldedienstverordnung (FDV) verpflichtet Mobilfunkanbieter, ihre Netze gegen Stromausfälle abzusichern. Notrufe müssen auch im Blackout möglich bleiben.

Das Problem: Mobilfunk ohne Strom

Bei einem grossflächigen Stromausfall fallen nicht nur die Lichter aus - auch die Mobilfunkmasten benötigen Strom. Ohne Notstromversorgung bricht das Mobilnetz innerhalb von Minuten zusammen.

Aktuelle Situation vs. Zukunft

AspektBisherAb März 2026
NotstromversorgungFreiwillig, uneinheitlichGesetzlich vorgeschrieben
Minimale ÜberbrückungWenige MinutenMindestens 1 Stunde
Priorität NotrufeNicht garantiertPriorisiert
Vollständige Abdeckung-Bis 2031/2034 schrittweise

Die neuen FDV-Anforderungen im Detail

Zeitplan der Umsetzung

DatumAnforderung
1. März 2026Neue FDV tritt in Kraft
2026-2028Ausbau Notstrom in urbanen Gebieten
Bis 203180% der Bevölkerung abgedeckt
Bis 2034Vollständige Umsetzung (95%+)

Technische Anforderungen

Die Provider müssen:

  • Batterien oder USV an Mobilfunkmasten installieren
  • Mindestens 1 Stunde Überbrückung gewährleisten
  • Notrufe (112/117/118/144/143) priorisieren
  • Redundante Verbindungen zur Vermeidung von Totalausfällen aufbauen

Was bedeutet das für Sie?

Vorteile der neuen Regelung

VorteilBedeutung für Sie
Notrufe möglich112, 117, 118, 144 funktionieren auch bei Stromausfall
Kommunikation gewährleistetSie können Familie informieren, Hilfe rufen
Information möglichBehördenwarnungen (Alertswiss) bleiben empfangbar
Mehr SicherheitBesonders für vulnerable Personen wichtig

Einschränkungen beachten

⚠️ Wichtige Hinweise

  • Die 1-Stunden-Garantie gilt als Minimum - bei längeren Ausfällen kann das Netz trotzdem zusammenbrechen
  • Vollständige Abdeckung erst bis 2034 - in ländlichen Gebieten kann es länger dauern
  • Ihr Handy braucht ebenfalls Strom - halten Sie eine Powerbank bereit
  • Datenverbindungen werden priorisiert eingeschränkt - Telefonie hat Vorrang

So bereiten Sie sich vor

Persönliche Notfallvorsorge

MassnahmeDetails
Powerbank bereithaltenMind. 10'000 mAh, immer geladen halten
Alertswiss App installierenOffizielle Warn-App des Bundes
Notfallnummern notierenAuf Papier, nicht nur im Handy
Batterie-RadioFür längere Stromausfälle
Treffpunkt vereinbarenMit Familie für den Notfall absprechen

Die wichtigsten Notfallnummern

NummerDienst
112Europäischer Notruf (alle Dienste)
117Polizei
118Feuerwehr
144Sanität / Rettungsdienst
143Dargebotene Hand (Seelsorge)
145Vergiftungsnotfall (Tox-Info)

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Die Schweizer Mobilfunkanbieter im Vergleich

Netzabdeckung und -qualität

Bei der Wahl des richtigen Anbieters spielt die Netzqualität eine wichtige Rolle - besonders für die Erreichbarkeit in Notfällen.

AnbieterNetzBevölkerungsabdeckung
SwisscomEigenes Netz99%+
SunriseEigenes Netz99%
SaltEigenes Netz98%
Discounter (Yallo, Wingo, etc.)Nutzen obige NetzeJe nach Partner

Häufige Fragen

Funktioniert mein Handy bei Stromausfall?

Ja, solange Ihr Handy-Akku geladen ist und die Mobilfunkmasten in Ihrer Nähe Notstrom haben. Ab 2026 müssen Provider mindestens 1 Stunde Überbrückung garantieren.

Was ist mit Festnetztelefonen?

Klassische analoge Festnetztelefone funktionieren oft noch kurze Zeit bei Stromausfall. IP-Telefonie (Voice over IP) benötigt jedoch Strom für Router und Telefon.

Kann ich auch im Ausland Notrufe absetzen?

Ja, die 112 funktioniert in allen EU-Ländern und vielen weiteren Staaten - auch ohne eingelegte SIM-Karte.

Was macht der Bund bei einem grossflächigen Blackout?

Das BABS (Bundesamt für Bevölkerungsschutz) koordiniert die Krisenkommunikation. Sirenen, Radio und Alertswiss informieren die Bevölkerung.

Fazit: Mehr Sicherheit im Notfall

Die neuen FDV-Regeln ab März 2026 verbessern die Notfallkommunikation in der Schweiz erheblich. Trotzdem gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Unsere Empfehlungen:

  • Powerbank immer geladen halten
  • Alertswiss-App installieren
  • Wichtige Nummern auf Papier notieren
  • Mit Familie Notfalltreffpunkt vereinbaren
  • Gutes Mobilnetz in Ihrer Region wählen

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Rechtlicher Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel basieren auf der revidierten Fernmeldedienstverordnung (FDV) und dienen nur zu Informationszwecken. Die genauen Umsetzungsfristen und -details können sich ändern. Stand: März 2026.

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